Pflege- und Betreuungsassistenz

ESF-geförderte Weiterbildung für ALG-II-Empfänger*innen mit Praktikum und Abschlussprüfung | 21.09.2020 - 23.04.2021, Berlin
Kurse für Pflege, Altenpflege und Betreuung
31 Dez 2018

Assistent*in für Pflege-, Betreuung und Alltagsbegleitung

Sie sind ALG-II-Empfängerin bzw. -Empfänger und interessieren sich für eine Tätigkeit in der mobilen oder stationären Alten- und Krankenpflege? Dann können Sie sich mit dieser Ausbildung für eine Tätigkeit im sozialpflegerischen Bereich qualifizieren. Für alle, die schon einen Pflegepass haben, ist der Kurs eine sinnvolle Vertiefung und Ergänzung.

Qualifizierung mit Praktikum und Abschlussprüfung

Start: 21.09.2020  |  Ende: 23.04.2021 | Beschreibung lesen →

Die Lehrgangsgebühren werden als Qualifizierung vor Beschäftigung (QvB) durch den Berliner Senat und den Europäischen Sozialfonds (ESF) zu 100 % finanziert.

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Detaillierte Informationen zur Weiterbildung

Zielgruppe

ALG-II-Empfänger*innen mit Interesse an einer Tätigkeit in der mobilen oder stationären Pflege, Betreuung oder Alltagsbegleitung von alten, kranken oder behinderten Menschen. Für Teilnehmer*innen mit bereits vorhandenem Pflegepass ist der Kurs eine sinnvolle Vertiefung und Ergänzung.

Zielsetzung der Qualifikation

Mit dieser Qualifizierung sollen die Teilnehmer*innen befähigt werden, als Assistent*innen im sozialpflegerischen Bereich oder in der Betreuung oder Alltagsbegleitung bedürftiger Senioren oder von Menschen mit Behinderungen arbeiten zu können. Dazu zählen Tätigkeiten in Einrichtungen der stationären/ teilstationären Alten- oder Krankenpflege, ambulante Pflegedienste oder eine Tätigkeit als Seniorenbetreuer oder Alltagsbegleiter.

Die Ausbildung erfolgt auf der Grundlage der in den §§ 75 und 112 ff. SGB XI sowie in den §§ 70 und 135 ff. SGB V definierten Qualitätsanforderungen.

Der erste Ausbildungsabschnitt mit dem Schwerpunkt Grundpflegetechniken entspricht einer Pflegebasisqualifikation (Pflegepass). Im zweiten Teil bietet der Kurs eine vertiefende Ausbildung zu altersbedingten Krankheiten und zum Umgang mit alten, kranken und behinderten Menschen. In Anlehnung an den § 53 c SGB XI (Qualifikation zusätzlicher Betreuungsfachkräfte) wurde ein Modul zur Betreuung speziell Demenzkranker in den Lehrplan aufgenommen. Ausbildungsgrundlage hierfür sind die neu gefassten Betreuungskräfterichtlinien des GKV-Spitzenverbandes.

Die erworbenen Fertigkeiten werden in einem Praktikum gefestigt. Bewerbungshilfen ergänzen Unterricht und Training, um eine möglichst nahtlose Reintegration ins Berufsleben zu sichern.

Themenkomplexe

  • Aufgaben im Bereich der Alten- und Krankenpflege, gesetzliche Grundlagen
  • Planung und Dokumentation der Aktivitäten, Wahrnehmung und Beobachtung
  • Anatomie und Physiologie, Körperfunktionen, Vitalzeichen, letzte Lebensphase
  • Lagerung, Sauberkeit und Hygiene, Mobilisierung, Pflegetechniken
  • Ernährungskunde, Gesundheitsprophylaxe und Beschäftigungstherapie
  • Psychische Alterserkrankungen (Demenz, Alzheimer, Psychosen)
  • Kommunikation und Konfliktbewältigung, Umgang mit Stress
  • Beaufsichtigungs- und Betreuungsaktivitäten
  • Tätigkeiten der Alttagsbegleitung
  • Mobilitätshilfen (Rollstuhlschieben und Blindenführung)
  • Erste Hilfe inkl. Notfall- und AED-Training

Dauer & Lehrgangsorganisation

Der Kurs ist als Vollzeit-Fortbildung mit einer Dauer von ca. 6 Monaten konzipiert (3,5 Monate Unterricht, 1 Monat Vor- und 1,5 Monate Vertiefungspraktikum, 1 Woche Ferien). Die Qualifizierung findet von Montag bis Freitag von 08:30 bis 15:30 Uhr statt (8 UE täglich). Unsere Lehrkräfte sind examinierte und promovierte Fachkräfte mit mehrjähriger Berufserfahrung.

Zulassungsvoraussetzungen

  • erwerbslos gemeldet mit ALG II-Bezug
  • Hauptwohnsitz in Berlin
  • hohe körperliche psychische Belastbarkeit
  • Hilfsbereitschaft und Freude an der Arbeit mit Menschen
  • Beherrschung der deutschen Sprache (mindestens Niveau B2)

Ausnahmen werden individuell geprüft.

Förderung

Die Lehrgangsgebühren werden als Qualifizierung vor Beschäftigung (QvB) durch den Berliner Senat und den Europäischen Sozialfonds (ESF) zu 100 % finanziert. Die Kosten für das Lehrmaterial sowie eine ggf. notwendige Belehrung gem. § 48 Infektionsschutzgesetz (Rote Karte) bzw. eine ärztliche Unbedenklichkeitsuntersuchung werden ebenfalls übernommen. Ein Bildungsgutschein der Arbeitsagentur oder des Jobcenters ist nicht notwendig, der Arbeitsvermittler muss aber der Qualifizierung zustimmen.

Die Zugangsvoraussetzungen werden im Einzelnen geprüft und sind nachzuweisen (z. B. durch Vorlage des Bewilligungsbescheides). Bitte erfragen Sie Ihre individuellen Fördermöglichkeiten.

Abschlussnachweise

Die Leistungen müssen in einer internen Prüfung nachgewiesen werden, die sich aus einem schriftlichen Abschlusstest und einer Praxisübung zusammensetzt. Die Absolventen erhalten bei erfolgreichem Abschluss ein Zertifikat mit einer aussagekräftigen Darstellung der Bildungsinhalte und einer Leistungsbewertung.

Die Erste-Hilfe-Ausbildung und das Training zum Rollstuhlschieben und zur Blindenführung werden in Zusammenarbeit mit autorisierten externen Einrichtungen durchgeführt. Für diese Inhalte werden separate Leistungsnachweise ausgehändigt.