Betreuungsassistenz

ESF-geförderte Weiterbildung für ALG-II-Empfänger*innen mit Praktikum und Abschlussprüfung | 02.09.2019 - 13.12.2019, Berlin
Kurse für Pflege, Altenpflege und Betreuung
31 Dez 2018

Betreuungsassistent*in

Sie sind ALG-II-Empfängerinnen bzw. -Empfänger und wollen in der Seniorenbetreuung arbeiten? Wir qualifizieren Sie mit dieser Ausbildung für eine Tätigkeit im sozialpflegerischen Bereich. Der Kurs ist insbesondere auch eine Alternative für Pflegekräfte, die aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen selbst keine körperlich schweren pflegerischen Tätigkeiten mehr ausüben können.

Qualifizierung mit Praktikum und Abschlussprüfung

Start: 02.09.2019 – Ende: 13.12.2019 | Beschreibung lesen →

Die Lehrgangsgebühren werden als Qualifizierung vor Beschäftigung (QvB) durch den Berliner Senat und den Europäischen Sozialfonds (ESF) zu 100 % finanziert.

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Zielgruppe

Erwerbslose (ALG-2-Empfänger) mit Interesse an einer Tätigkeit in der Seniorenbetreuung. Für Teilnehmer mit bereits vorhandenem Pflegepass ist der Kurs eine sinnvolle Vertiefung und Ergänzung. Insbesondere bietet sich die Qualifizierung als Alternative für Pflegekräfte an, die aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen selbst keine körperlich schweren pflegerischen Tätigkeiten mehr ausüben können.

Zielsetzung der Qualifikation

Mit diesem Qualifizierungsangebot sollen die Teilnehmer befähigt werden, als Assistent in der Betreuung pflegebedürftiger Menschen mit demenzbedingten Funktionsstörungen, psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen arbeiten zu können. Das Ziel dieser Tätigkeit besteht darin, die Pflegebedürftigen bei ihren alltäglichen Handlungen zu unterstützen, sie zu aktivieren und ihre Lebensqualität zu erhöhen.

Der spätere Einsatz ist vorrangig in stationären oder teilstationären Pflegeeinrichtungen vorgesehen (Pflegeheime, Kurzzeitpflege, Tages- und Nachtpflege). In Zusammenarbeit mit mobilen Pflegekräften ist aber auch ein Einsatz bei mobilen Pflegedienstleistern möglich.

Die Ausbildung erfolgt auf der Grundlage der 2016 überarbeiteten Betreuungskräfterichtlinien des GKV-Spitzenverbandes (Richtlinien nach § 53 c SGB XI zur Qualifikation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften in stationären Pflegeeinrichtungen). Das Praktikum wurde auf 6 Wochen erweitert mit dem Ziel, das erworbene Wissen im Betreuungsalltag umfangreich anzuwenden, die Praktikumseinrichtung besser kennenzulernen und die Praktikumszeit ggf. als Einarbeitungszeit zu nutzen. Angestrebt wird eine möglichst hohe Übernahmequote in ein anschließendes Arbeitsverhältnis.

Themenkomplexe

  • Arbeitsaufgaben und gesetzliche Grundlagen
  • Wahrnehmung und Beobachtung, geronto-psychologische und -psychiatrische Grundlagen
  • Kommunikation, Interaktion und Konfliktbewältigung
  • Psychische Alterserkrankungen (Demenz, Alzheimer, Psychosen)
  • Pflegerisches Basiswissen, Dokumentation, Gesundheitsprophylaxe, Hygiene, Ernährung
  • Beaufsichtigungs- und Betreuungsaktivitäten, Beschäftigungs- und Bewegungsangebote
  • Mobilitätshilfen (Rollstuhlschieben und Blindenführung)
  • Erste Hilfe inkl. Notfall- und AED-Training, Hygienebelehrung (Rote Karte)

Dauer & Lehrgangsorganisation

Der Kurs ist als Vollzeit-Fortbildung mit einer Dauer von 3,5 Monaten konzipiert inkl. 6 Wochen Praktikum. Die Qualifizierung findet von Montag bis Freitag von 08:30 bis 15:30 Uhr statt (8 UE täglich). Unsere Lehrkräfte sind examinierte und promovierte Fachkräfte mit mehrjähriger Berufserfahrung.

Zulassungsvoraussetzungen

  • erwerbslos gemeldet mit ALG-II-Bezug
  • Hauptwohnsitz in Berlin
  • hohe psychische Belastbarkeit
  • Hilfsbereitschaft und Freude an der Arbeit mit Menschen
  • Beherrschung der deutschen Sprache (mind. Niveau B2)

Ausnahmen werden individuell geprüft.

Förderung

Die Lehrgangsgebühren werden als Qualifizierung vor Beschäftigung (QvB) durch den Berliner Senat und den Europäischen Sozialfonds (ESF) zu 100 % finanziert. Die Kosten für das Lehrmaterial sowie eine ggf. notwendige Belehrung gem. § 48 Infektionsschutzgesetz (Rote Karte) bzw. eine ärztliche Unbedenklichkeitsuntersuchung werden ebenfalls übernommen. Ein Bildungsgutschein der Arbeitsagentur oder des Jobcenters ist nicht notwendig, der Arbeitsvermittler muss aber der Qualifizierung zustimmen.
Die Zugangsvoraussetzungen werden im Einzelnen geprüft und sind nachzuweisen (z. B. durch Vorlage des Bewilligungsbescheides). Bitte erfragen Sie Ihre individuellen Fördermöglichkeiten.

Abschlussnachweise

Die Leistungen müssen in einer internen Prüfung nachgewiesen werden, die sich aus einem schriftlichen Abschlusstest und einer Praxisübung zusammensetzt. Die Absolventen erhalten bei erfolgreichem Abschluss ein Zertifikat mit einer aussagekräftigen Darstellung der Bildungsinhalte und einer Leistungsbewertung.

Die Erste-Hilfe-Ausbildung und das Training zum Rollstuhlschieben und zur Blindenführung werden in Zusammenarbeit mit autorisierten externen Einrichtungen durchgeführt. Für diese Inhalte werden separate Leistungsnachweise ausgehändigt.